Quantenalgorithmus für das Store Checkin Problem (SCinP)

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💡 Zusammenfassung (Abstract). Das vorliegende Tutorial widmet sich der Frage, inwieweit das in der Logistik bekannte Store Checkin Problem (SCinP) mit Hilfe des Quantencomputers in nicht-kritischer Laufzeit gelöst werden kann.
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GudrunMaerskOakland
Gudrun Maersk im Hafen von Oakland (CA).
Quelle © dpa

Stellen wir uns vor, keine geringere als die „Sovereign Maersk“ ➡ wird demnächst in einen Containerhafen reinlaufen, wo ihre 7.500 Container gelöscht werden sollten. Die Aufgabe für das hafenweite Dispositionssystem besteht nun darin, für all die Container mitsamt den unterschiedlichen Inhalten geeignete Stellplätze zu finden und diese zu reservieren. Dabei handelt es sich selbstverständlich um rein elektronische Vorgänge, die mit der heutigen IT auch machbar erscheinen – entsprechende Datenbanken mit allumfassenden Informationen über die gegenwärtige Belegung des Containerhafens stets vorausgesetzt. Dass aber eine solche Aufgabe trotz modernster IT alles andere als trivial ist und mit noch so schnellen Prozessoren immer noch laufzeitkritisch werden kann, sei an dieser Stelle schon mal vorweggenommen: Das vorliegende Tutorial wird zeigen, dass das Durchstöbern eines Containerhafens nach geeigneten Lagerplätzen für ein paar Tausend Container naturgemäß laufzeitkritisch ist!

➡ Die Sovereign Maersk – Schiffe zählen zu den Post-Panamax-Containerschiffen und verfügen über eine Kapazität von 6600 TEU (beladene Container mit je 14 Tonnen Gewicht), beziehungsweise 8160 TEU an echten Stellplätzen.
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HafenShnhai
Containerhafen von Shanghai. Der Jahresumsatz liegt knapp unter 40.000 Containern.
Quelle © N. Trentmann @welt.de

Eine einfache Überlegung, die an dieser Stelle nicht näher vorgestellt werden sollte, die aber durch Beobachtungen im Alltag durchaus gestützt wird, zeigt, dass ein Containerhafen im Schnitt in etwa so viele disponible Containerplätze haben sollte, wie der (Container-) Jahresumsatz ist. Im Falle von Shanghai wären es 40.000 Stellplätze durchschnittlich. Unsere Aufgabe anhand des Beispiels von Shanghai besteht demzufolge darin, eine Datenbank mit 40.000 Einträgen zu durchlaufen (zu „iterieren“) und die Eignung des jeweiligen Stellplatzes für den einzulagernden Container zu prüfen. Zu der äußerst diffizilen „Eignungsprüfung“ ➡ als Funktion von einer Reihe von Stellplatz- und Container-Parametern später mehr.

Für jeden Kenner der Algorithmentheorie ist dieser Fall klar: die Laufzeit einer solchen Datenbank-Iteration geht linear mit dem Umfang derselben, was mit dem Operator  markiert wird (das „“ steht hier für unsere 40.000 Container-Stellplätze). Demzufolge ist die Laufzeit einer vollen Datenbank-Iteration über 40.000 virtuelle „Stellplätze“ offensichtlich – stets vorausgesetzt, dass das  (also die Latenzzeit einer Eignungsprüfung ) für alle Stellplätze gleich ist, was in der Praxis weitgehend der Fall ist.

➡ Die Einzeleignungsprüfung  ist das entscheidende Momentum für den vorliegenden Algorithmus. Formell handelt es sich um eine Funktion, die eine Reihe von Stellplatz-Paramatern auf „0“ („nicht geeignet“) oder „1“ („geeignet“) abbildet: . Natürlich kann man die Funktion erweitern, indem man eine Art Punktesystem macht und damit eine differenzierende Antwort heraus bekommt.
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YangShan
University Of Bern www.geography.unibe.ch/EG

Im Folgenden setzen wir für  0.1ms=100μs (Mikrosekunden) an und nehmen somit den künftigen technischen Fortschritt vorweg. Denn alleine die I/O-Operationen auf den modernsten Datenträgern dauern derzeit (Stand Anfang 2019) ungefähr so lang. Unter dieser Annahme dauert eine Datenbank-Iteration 4 Sekunden lang und das hört sich erst mal nicht dramatisch an. Allerdings dürfen wir die übrigen 7499 Container 😀 nicht vergessen, die ebenfalls auf ihre Iterationen warten. Claro, nicht jeder Container wird es brauchen. Denn wenn ich mehrere nahezu identisch beladene rechne, weiß ich aus der ersten Iteration (durch das Punktesystem), was die geeigneten Stellplätze für die anderen sind. Dennoch müssen wir von dem berühmten worst case ausgehen, denn nur dieser beschreibt die immanente Komplexität eines Algorithmus wirklich.

Die Laufzeit fürs virtuelle Löschen unserer voll und heterogen beladenen „Sovereign Maersk“ beträgt demnach:

 und das sind immerhin 8 Stunden und 20 Minuten Laufzeit 😯

An dieser Stelle wird sich der Leser möglicherweise fragen wie ist denn kommt, dass in Seehäfen wie Shanghai nicht alles buchstäblich stillsteht… Denn bei einer nunmehr 8-stündigen Beanspruchung ganzer Rechenzentren (Laufzeiten von 100 µs fürs sind nur mit Multinode-Computing möglich) müsste das ja über die meiste Zeit hinweg der Fall sein.

BrandInTianjin
Apokalyptische Bilder von der Brandkatastrophe in Tianjin.
Eine zu enge Lagerung von explosivem Gefahrgut hat zu einer regelrechten Kettenreaktion geführt. Die genaue Opferzahl kennt niemand. © bbc.com

Nun, die Antwort liegt in einer Optimierung des vorliegenden Algorithmus. Eine dieser Optimierungsoptionen haben wir bereits zuvor aufgezeigt: man pickt sich gleichartig bestückte Container heraus und errechnet für diese die geeigneten Stellplätze in nur einer Datenbank-Iteration (dies setzt freilich voraus, dass uns nicht der berühmt-berüchtigte worst case einholt). Eine andere Möglichkeit besteht darüber hinaus darin, bestimmte Bereiche des Containerhafens von der Zuteilung für eine zu löschende Ladung gänzlich auszuschließen und so die Zahl geringer zu halten.

All das kann man natürlich machen – nur hört der Spaß spätestens dann auf, wenn jemand der Verlockung unterliegt und unmittelbar ans heran geht, indem er die Einzeleignungsprüfung aufweicht. Dass dieses „Optimierungspotenzial“ verlockend ist, liegt in der Natur der Sache. Zum einen kennen die Umsätze in den Seehäfen nur eine Richtung, nämlich nach oben, während der rechtliche Rahmen, etwa in Puncto Gefahrgut-Handling, Versicherung, Brand- und Strahlenschutz, Datenschutz etc. immer enger gezogen wird. Die Zeit arbeitet also gnadenlos gegen uns: das Optimierungspotenzial wird allmählich ausgeschöpft und der technische Fortschritt (Moorsches Gesetz) vermag dies nicht aufzufangen. Mit anderen Worten, wir laufen immer mehr in eine Zwickmühle hinein zwischen immer höheren Anforderungen auf der einen und nur begrezt vielen Möglichkeiten auf der anderen Seite. Die Fragestellung dieser AG lautet, kann uns der Quantencomputer aus dieser Zwickmühle heraushelfen?

NichtLinearKrystal
Erzeugung von verschränkten Photonen im nicht-linearen Krystal.
Verschränkung ist ein fürs Quantencomputing unabdingbarer Effekt.
Quelle © BBC.uk.com

Im Jahre 1996 stellte der Mathematiker Lov Grover einen Quantenalgorithmus vor, der in einer unsortierten Datenbank einen bestimmten Inhalt auffindet. Die Laufzeit , die ja für jedwede Datenbank-Iteration unumgänglich ist, konnte auf sensationelle gesenkt werden 😯. Die Frage, die wir uns vorliegend stellen, lautet, kann der Grove-Algorithmus – freilich in einer für uns geeigneten Modifikation – unsere Stellplatz-Datenbank ebenfalls in iterieren? Und wenn ja, wäre damit unser Store Checkin Problem in einer nicht-kritischen Laufzeit gelöst?

Nun, letztere Frage kann man nur mit einem klaren Ja beantworten. Denn die Quadratwurzel aus 40.000 ergibt 200 und das mal 100 μs genommen bedeutet nur einen Sekundenbruchteil für eine volle Datenbank-Iteration. Bei dieser Laufzeit bräuchten wir keinerlei Kompromisse einzugehen – das virtuelle Löschen von unserer „Sovereign Maersk“ würde nur wenige Minuten dauern.

Die andere Frage, nämlich die nach der Korrespondenz des Grove-Algorithmus zur betreffenden Datenbank-Iteration, ist hingegen gleich mehrere Bits komplizierter. Es ist klar, dass sich die Stellplatz-Datenbank für den Grove-Algorithmus nahezu anbietet. Der Teufel 👿 dürfte aber im Detail stecken. Denn die alles entscheidende Frage lautet: Können wir die immanenten Eignungszahlen in Qubits abbilden?

Nach meinem Dafürhalten ist es der Fall, d.h. es existiert sehr wohl ein Quantenalgorithmus, der die vorliegend geforderte Iteration in verrichtet. Diese Vermutung ist vorläufig das einzige (Zwischen-) Resultat der vorliegenden AG, die somit – wie die AG übers QDD seinerzeit auch schon – mit einem an die Außenwelt gerichteten Ruf nach Hilfe zunächst endet. :mrgreen:

Wenn da nicht der EROI wär‘, wär‘ ich ein Physikär ;-)

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💡 Zusammenfassung (Abstract). Der Erntefaktor (EROI) einer energetischen Anlage gehört zu den am meisten missverstanden Kennzahlen in der energetischen Physik. Es kommt noch erschwerend hinzu, dass die immer weiterer verfeinerten Ermittlungsmethoden des EROI insbesondere die „erneuerbaren Energien“ immer schlechter haben aussehen lassen. So entstand ein handfestes wirtschaftliches Interesse an Missdeutungen bzw. Relativierungen dieser Kennzahl. Die vorliegende AG sollte all den Fakenews entgegen treten.
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Erntefaktoren
Quelle (C) Institut für Festkörpermechanik
Sagenhafter EROI für den Dual Fluid Reaktor auf der einen, sowie homöopathische EROI’s für die „Erneuerbaren“ auf der anderen Seite dürften der wahre Grund sein für die neuerliche Welle von Verklärungen dieser Kennzahl.

Noch bis vor ein paar Wochen hätte ich über den Erntefaktor einer energetischen Anlage (im folgenden verwenden wir das englische „EROI“) gesagt, dieser sei eine allenthalben wohl verstandene physikalische Größe. Denn weder in den Social-Media-Threads noch in den Schulveranstaltungen, etwa Gastvorträgen etc. hatte ich bis dato Anhaltspunkte für irgendwelche Verständnisschwierigkeiten im Zusammenhang mit dieser Kennzahl festgestellt.

Doch dies hat sich in den letzten Wochen und Monaten grundlegend verändert. Auf einmal prasselten Fakenews auf mich ein, die ich früher nicht für möglich gehalten hätte. Dabei ist grundsätzlich zwischen zweierlei Kategorien zu unterscheiden: Die einen sind diejenigen, denen der Sachverstand in Physik schlichtweg fehlt. ➡ Sie haben gar nicht verstanden, welche energetische Umwandlungsprozesse z.B. in einem Kernkraftwerk stattfinden und können somit den EROI aus objektiven Gründen gar nicht erfassen. Und da gibt es aber auch jene, die offensichtlich das Ziel verfolgen, den für die „Erneuerbaren Energien“ ungünstigen EROI zu relativieren. Dabei haben wir zuletzt eine Reihe von z.T. grotesken Auswüchsen dieser eiligst bemühten Parawissenschaft erlebt, von denen wir einige auf den nachfolgenden Screenshots abgebildet haben.

Wir unterscheiden innerhalb der AG nicht zwischen diesen beiden Gruppen – sprechen stattdessen neutral von „Denkfehlern“, mit welchem Hintergrund auch immer.

➡ zu meinem Erstaunen zählte zu dieser Kategorie ein Opponent aus der Schweiz, der Physiklehrer sein bzw. gewesen sein wollte… 😈
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EROI. Die Definition
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Ein Beispiel einer kompletten Auf-den-Kopf Stellung des EROI

Ob WKA oder KKW – alle Energie-„Erzeuger“ (eigentlich „Umwandler“) wandeln in einer Kette von Umwandlungsprozessen Primärenergie in Endenergie um, d.h. in jene Form, in der wir die Energie haben, also „ernten“ wollen. In den beiden nachfolgend verglichenen Fällen ist die Endenergie jeweils die elektrische, während die Primärenergie ein Bit komplizierter ist. Klar, bei einer WKA ist es schlicht die kinetische Windenergie, aber bei einem Kernkraftwerk? Die Antwort ist schlicht: die Masse! Denn ja, am Anfang der Umwandlungskette steht in der Tat die in der Masse gem. E=mc2 „versteckte“ ➡ Energie.

➡ Demzufolge sprechen manche an dieser Stelle von der einzig realisierten „echten“ Energieerzeugung (aus Masse eben), während es sich ansonsten lediglich um eine Energieumwandlung handelt. Wie dem auch sei: dieses Beispiel verdeutlich doch am besten, wie unsinnig es ist, die Primärenergie zu der Gestehungsenergie dazu zu rechnen 😯; hierzu gleich mehr unter „Denkfehler“
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Wofür steht dann der EROI? Nun, ganz bestimmt nicht für das Verhältnis End-/Primärenergie, was ja der klassische Wikungsgrad wäre. Nein, der EROI beschreibt schlicht und ergreifend, wie energieintensiv das Kraftwerk oder die Anlage ist. Genauer: wieviel Energie muss in die Anlage hineinfließen, um die gewünschte Energieumwandlung zustande zu bekommen; dies relativ zu der am Ende geernteten Energie, versteht sich:

Soweit so gut – kennen wir eigentlich. steht für die „geerntete“ Energie (somit Endenergie), für die „Gestehungsenergie“. Letztere ist eben jene summarische Energie, die über den gesamten Lebenszyklus der Anlage hinweg – von deren Gestehung mitsamt der Brennstoffe (well-to-wheel), über Maintenance bis hin zur Entsorgung – umzusetzen ist, um… Achtung!!! …um eben den Umwandlungsprozess Primär-zu-Endenergie zustande zu bringen (zu „gestehen“). Die Primärenergie des Prozesses zu dessen Gestehungsenergie dazu zu rechnen, ist eine Art Tautologie 😉 und gehört zu den meist verbreiteten EROI-Denkfehlern; s. ff. 💡 Continue reading „Wenn da nicht der EROI wär‘, wär‘ ich ein Physikär ;-)“

Was taugen Reststoffe schneller Brutreaktoren?

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💡 Zusammenfassung (Abstract). Untersucht werden Möglichkeiten der Nachbehandlung bzw. Weiterverwertung von Spaltnukliden, die als Reststoffe einen schnellen Brutreaktor – z.B. BN800 etc. – verlassen. Es sollten Optionen sowohl einer energetischen, wie z.B. einer nuklearmedizinischen Weiterverwertung ausgelotet werden – ebenso die einer radiotoxischen Entschärfung dieser Stoffe.
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ZerfallsNuklide
Quelle: https://en.wikipedia.org/wiki/Long-lived_fission_product

Man kann vortrefflich darüber debattieren, ob eine solche Fragestellung sehr viel an jenem Aufklärungspotential in sich birgt, was das Hauptanliegen der „AG Energetik“ ausmacht. So erfuhr ich im Vorfeld zwar nicht gleich harsche Kritik, aber schon etwas kritische Hinterfragungen, frei nach dem Motto, wen interessiert schon der Rest von dem ursprünglich so problematischen „Atommüll“? Man sollte doch darin nicht mehr „rumwühlen“ und außerdem leistet man dadurch einem Framing der Anti-Atomkraft Bewegung Vorschub, die zu jeder Lösung im Bereich der Kernenergie das passende Problem braucht.

Doch gerade das mit dem Framing sehe ich ganz anders. Vielmehr meine ich selber einen Frame zu setzen und zwar um die Frage nach all den Brütern und schnellen Neutronen überhaupt! Für mich ist Genenation 4 eben nicht mehr die Frage des Ob, sondern evtl. des Wie bzw. Wann. Oder aber „Was taugen Reststoffe von…“. Ganz bewusst frage ich nicht „wohin damit“. Wenn das kein Framing ist… 😉

Soweit so gut. Damit ist aber die Frage immer noch nicht beantwortet, was das alles mit dem Hauptanliegen der „AG Energetik“ zu tun hat, das unverändert darin besteht, eine Aufklärung in Physik zu betreiben, Methoden der Erkenntnisgewinnung zu vermitteln etc. Nun, diese Frage scheint dann doch relativ einfach zu sein. Denn die Erfahrungen gerade mit Quantencomputing haben gezeigt, dass eine noch so abgehobene Physik die wirklich Wissbegierigen zumeist jungen Leute überhaupt nicht abschreckt; eher ist das Gegenteil der Fall. Fragen à la „Was passiert, wenn wir den Brennstoff länger im Reaktor belassen?“ oder „Wie reagieren Spaltnuklide, denen wir eine Neutronendusche verpassen?“ zeugen von einer doch sehr großen Gier nach Informationen und zwar in einer Disziplin, die immer noch zu den unerwünschten da politisch nicht korrekten 🙄 dazu zu rechnen ist.

http://scienceblogs.de/wasgeht/2015/05/17/was-ist-mit-atommuell

Sättigung bei den „Erneuerbaren“ Energien. Der κ- (Kappa-) Effekt

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💡 Zusammenfassung (Abstract). Untersucht wird das dynamische Verhalten von Erntefaktoren (EROI) „Erneuerbarer“ Energien, insbesondere Wind- und Solarkraft, hinsichtlich installierter Leistung.
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Das Zwischenfazit der AG ist wirklich niederschmetternd für die Windkraft- und Solarindustrie – ja, man kann mit Fug und Recht von einem Super-GAU sprechen. Denn wie zuvor vermutet, hat sich der Negativtrend bei den χu-Koeffizienten auch im Jahre 2018 fortgesetzt: Demnach wird bereits der ungepufferte EROI mit zunehmendem Ausbau der „EE’s“ immer schlechter und zwar allem technischen und technologischen Fortschritt zum Trotz! Berücksichtigt man ferner noch die Pufferungseffekte (was die AG in ihrer Fortsetzung untersuchen wird), dürfte der Nachweis für eine „EE-Sättigung“ endgültig erbracht sein! Ein weiterer Zubau von Wind- oder Solar würde dann nahezu vollständig verpuffen und das viel apostrophierte Ziel „100% EE“ als physikalisch unerreichbar ausweisen. 
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Motivation. Hintergründe

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Wind-und-Solar-2011-bis-2015
Man sieht allenfalls minimale Zunahmen bei den Peaks – und das trotz einer beinahe Verdopplung (!) der installierten Leistung.
© Rolf Schuster (@science-skeptical.de)

Am 15. September 2015 schloss die AG „Energieeffizienz von Windkraftanlagen“ mit der für manche (aber eben nur für manche… 😉 Continue reading „Sättigung bei den „Erneuerbaren“ Energien. Der κ- (Kappa-) Effekt“

QDD – ein Algorithmus zur quantenmechanischen Datenübertragung

NichtLinearKrystal
Erzeugung von verschränkten Photonen im nicht-linearen Krystal.
Quelle © BBC.uk.com

Nach der Erstveröffentlichung des „Algorithmus zur quantenmechanischen Datenübertragung“ – seinerzeit noch unter der Bezeichnung „EPR“ – am 2. März 2017, erfuhr ich aus dem Netz ein Feedback, was ich eingedenk der „Trockenheit“ der Materie so nicht erwartet hätte. Überrascht hat mich vor allem das häufig geäußerte „faszinierend!“ – auch und gerade von denjenigen, die ansonsten in einer unnachahmlichen Freimütigkeit zugaben, nicht allzu viel davon verstanden zu haben. :mrgreen:

Ich persönlich kann mir diese doch recht überraschende Reaktion nur dadurch erklären, dass die Aussicht auf eine Datenübertragung mit Überlichtgeschwindigkeit bzw. über einen abhörsicheren „Kanal“ eben jene Faszination hervorruft, die die Hemmschwellen zur Quantenmechanik bzw. gar Quanteninformatik etwas absinken lässt. So wird im Allgemeinen gespannt zugehört, man lässt sich alles noch mal und noch mal erklären, man schreckt nicht vor jeder banalen mathematischen Gleichung in einem Beitrag zurück (ein Effekt, den ansonsten jeder Buchverlag zu Genüge kennt 😉 Continue reading „QDD – ein Algorithmus zur quantenmechanischen Datenübertragung“

Die KiKK-Studie und das Gesetz der kleinen Zahlen

Daniel Kahneman (*1934), ein israelisch-US-amerikanischer Psychologe und Wirtschafts-Nobelpreisträger des Jahres 2002, beschreibt in seinem legendären „Schnelles Denken, langsames Denken“ u.a. Urteilsheuristiken und kognitive Verzerrungen, auf die es sowohl die Journalisten als auch u.U. verantwortungslose „Wissenschaftler“ abgesehen haben. Von höchster Relevanz für die vorliegenden Betrachtungen ist das zusammen mit Amos Tversky untersuchte Gesetz der kleinen Zahlen.

Irgendwann mal die Tage jährt sich zum 10. Mal die sog. „KiKK-Studie“, des Bundesamtes für Strahlenschutz (BfS), die eine Korrelation zwischen Kinderleukämie und der Nähe des Wohnortes zu den Kernkraftwerken 🙄 belegt haben wollte… und es wider besseres Wissen bis heute immer noch tut, wenn auch in einer inzwischen stark relativierten Form… Und es jährt somit auch und insbesondere die wohl größte Blamage für die deutsche Wissenschaft nach dem 2. Weltkrieg, denn nichts anderes als das ist wohl der Sermon, dessen aktuelle Form man sich auf der weiter unter verlinkten Website reinziehen kann.

Anno 2007 fand ich die Studie nicht nur falsch, sondern auch „kriminell“ und „verhetzerisch“. Theoretisch waren es auch diese und ähnliche Epitheta, die mir die Androhung rechtlicher Schritte durch einen anonymen Blogger (der ein Mitglied des Forscherteams gewesen sein wollte… 😉 Continue reading „Die KiKK-Studie und das Gesetz der kleinen Zahlen“

Wasserstoffantrieb energetisch betrachtet…

Mirai
Toyota Mirai mit Brennstoffzelleantrieb an der Wasserstofftankstelle
Quelle © Toyota USA

Im Teil 1 der AG über alternative Fahrzeug-Antriebe, der AG „Elektromobilität energetisch betrachtet“, haben wir das eAuto ausführlich untersucht und einen Vergleich mit dem klassischen Antrieb angestrengt. In dem vorliegenden Teil 2 wollen wir unsere Überlegungen auf Wasserstoffantriebe ausdehnen.

Wasserstoff übt eine nahezu magische Faszination aus – längst nicht nur auf Menschen, die dem Gedanken der „grünen“ :mrgreen: Ökologie zugewandt sind. Auch von erklärten Gegnern der sozusagen „Energiewende“ bis hin zu Skeptikern der Elektromobilität höre ich des Öfteren „mit Wasserstoff… das ist dann was völlig anderes, da macht es ja Sinn…“ 😉 Continue reading „Wasserstoffantrieb energetisch betrachtet…“

Elektromobilität energetisch betrachtet…

carma
Fisker Karma © Rainer A. Stawarz
Ein Plug-In-Hybrid, angetrieben von zwei Elektromotoren mit 2 x 203 PS, die aus einer 20 kWh-Batterie bzw. einem Stromgenerator an einem 212 PS starken Ottomotor gespeist werden.

Trotz meines seinerzeit noch frühjugendlichen Hangs zum Motorsport (klassische Rallys) und somit einer Affinität zum Klang eines bulligen Turbo-Mehrzylinders 😉 Continue reading „Elektromobilität energetisch betrachtet…“

Footprint von CO₂-Footprint

Braunkohlekraftwerk Niederaussem © Stodtmeister – „Eigene Werke“ CC BY 3.0. https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=13279041

Bei diversen Diskussions-Events, Social Media Threads, auch Beiträgen der „AG Energetik“ etc. nahm ich mich immer wieder des Themas „CO2“ an – z.B. indem ich über den CO2-Ausstoß von Elektrofahrzeugen, sog. „Erneuerbaren Energien“ (im folg. „EE’s“) oder Kernkraftwerken sprach bzw. diesen als eine Komponente des „Impacts in die Biosphäre“ betrachtete. Dies brachte mir prompt bohrende Fragen ein, etwa ob „ausgerechnet ich“ an den angeblich CO2 -verursachten und somit anthropogenen Klimawandel glauben würde etc.

Nun, die Antwort, die ich auf solche Fragen zu geben pflegte und von der ich (fälschlicherweise!)  angenommen hatte, sie sei irgendwie salomonisch, lautete für gewöhnlich „ist mir egal“ oder „für mich irrelevant“, was zur Klärung der meinigen Position in Sachen CO2 und Klimawandel eher einen kontraproduktiven Beitrag geleistet hatte. Als ich dann noch zu erkennen gab, dass ich zwischen dem CO2 aus dem Darmtrakt eines Wiederkäuers und dem aus einem Kohlekraftwerk u.U. einen Unterschied sehen würde, war alles endgültig im Eimer… 😳

An dieser Stelle wird es langsam Zeit sowohl den nur mittelbar beteiligten Leser als auch den eifernden Opponenten zu beruhigen. Keine Angst! Ich weiß natürlich genauso gut wie Ihr alle, dass der Einfluss vom anthropogenen CO2 auf das Weltklima infinitesimal klein ist und folgerichtig zu den Fakenews des Jahrhunderts gehört – so ähnlich wie die 20’000 Todesopfer des Reaktorunglücks von Fukushima 👿 Continue reading „Footprint von CO₂-Footprint“