2-Punkte-Programm für den Ausstieg aus der Windkraft

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Windkraft, die einst so hoffnungsvolle Säule der sog. „Energiewende“, hat den Ruf einer „grünen“ und somit irgendwie „sauberen“ Energie längst verspielt. Bilder von monströsen Stahlbeton-Fundamenten inmitten von gerodeten Wäldern, zerstörte Flora und Fauna, verschandelte Landschaften etc. gehen um die Welt (der Infraschall tut’s auch 👿)… So gesehen ist es kein Wunder, dass ein Piktogramm einer WKA mittlerweile symbolhaft für die Naturzerstörung steht. Dieser Umstand ist ganz besonders bitter für jene, die der Energiewende grundsätzlich positiv gegenüber stehen; sie werden für alles in Haftung genommen. Im vorliegenden Blogbeitrag will ich all den Naturschützern, evtl. Ökomodernisten, PV-Besitzern, Elektromobilisten etc. ein Angebot machen: lasst uns diese Art der Umweltzerstörung über sonstige Positionierungen hinweg gemeinsam ablehnen!
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Dieses Metallgerüst, das auf einem zuvor betonierten Grundfundament errichtet worden ist, wird dann noch einmal „bis an den Kranz“ voll betoniert… um am Ende eine eher kleine und volkswirtschaftlich ziemlich bedeutungslose Windkraftanlage zu stützen. Schauderhaft! 👿
© Windwahn-Vogelsberg

Spätestens die Überlegungen und Erkenntnisse der AG „EROÏ – Energy Return of Impacted Input“ ➡ legen einen umgehenden und vollumfänglichen Ausstieg aus der friedlichen Nutzung der Windenergie nahe. Denn angesichts der verheerenden Auswirkungen der Windkraft auf Mensch und Natur kann es für Umweltschützer, Ökomodernisten oder schlicht für rational denkende Menschen nur noch die Frage nach dem „Wie“ oder „Wann“, bezogen auf den Windkraftausstieg, geben – nicht mehr die Frage „Ob“. Windkraft wirft – wenn überhaupt – nur sehr überschaubare energetische Erträge ab, die aber mit einer solch verheerenden Umweltzerstörung erkauft werden müssen, dass all diese „WKA“-Ungetüme schlicht davon gehören!

Allerdings ist es weiß Gott nicht meine Sache, zwar berechtigte, aber doch völlig unrealistische Forderungen aufzustellen; so leicht will ich’s mir dann doch nicht machen. Vielmehr will ich – ähnlich dem Blogbeitrag „Warum Kernenergie – eine etwas andere Fragestellung“ – eine konkrete gesetzliche Rahmensetzung für die deutsche bzw. europäische Politik nennen, die einerseits sehr wohl zum Ziel führt, anderseits aber hinreichend Optionen zur Gesichtswahrung für alle Seiten bietet. Also, auch die Ökobranche – gut aufgepasst..:mrgreen: Continue reading „2-Punkte-Programm für den Ausstieg aus der Windkraft“

Schon wieder Tesla, verflixt…

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Laut Tesla könnte in etwa so der kleine Tesla aussehen.
©Tesla Design Center China

Nun haben wir ihn am vergangenen Dienstag endlich erlebt – den lang ersehnten „battery day“ anno 2020 bei Tesla. Doch was für die einen ein Neudenken der Batterie war – von einer anderen Art der Gewinnung und Aufbereitung der Rohstoffe, über eine innovative Zelltechnik, bis hin zum Einsatz als tragendes Karosserie-Element 💡! – war es für die anderen wieder einmal „nichts als heiße Luft“. Letzteres war für mich ganz und gar nicht überraschend, denn schließlich brauchten die Herrschaften etwas, was für deren nicht gerade souveränes Gucken aus der Wäsche herhalten musste. Es war fast so, wie wenn ich meinen früheren Sempai hören würde, der uns seinerzeit nach jedem Karate-Training zuzurufen pflegte „hoffentlich habt ihr verinnerlicht wie gering ihr seid“ 😀

Okay, Spaß beiseite. Man muss sich allerdings schon die Frage stellen, wie es denn dazu kommen konnte, dass das einst so stolze Flaggschiff der deutschen Industrie nun dermaßen ins Hintertreffen gerät.

Zu den etablierten Antworten auf diese Frage zählt wohl die falsche Subventionspolitik, evtl. die falsche Energiepolitik. Nun bin ich zwar der letzte, der sich mit Kritik an der Hehlerei namens „Subventionierung“ bzw. an der überaus fatalen sog. „Energiewende“ zurückhalten würde – dennoch greift all das meiner Meinung nach zu kurz. Vielmehr sehe ich als Ursachen eine Reihe von Managementfehlern, denen häufig grundsätzliche, systemische Fehlentwicklungen zugrunde liegen. In diesem Blogbeitrag erlaube ich mir einige dieser „Konstruktionsfehler“ zu benennen, gleichzeitig aber konstruktive Vorschläge zu deren Behebung (kostenlos 😉) zu unterbreiten. Ich sehe nämlich für Audi, BMW, Daimler & Co. durchaus eine Zukunft im Zeitalter der Industrie 4.0, aber das setzt nun mal voraus, dass man die Fehler der Vergangenheit erkennt und anschließend couragiert abstellt. Continue reading „Schon wieder Tesla, verflixt…“

Machen Speicher „100%EE” möglich? oder „theEND”-Studie 2.0

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Framing ist in – und so versucht auch der ökoindustrielle Komplex dem Zombie 👿 namens „Energiewende“ mittels eines Frames unter die Arme zu greifen. Demnach sei das dahin siechende Lieblingsprojekt des politisch-medialen Mainstreams hierzulande nur noch eine Frage der… Speicher 🙄. Auch das Aktionsbündnis #saveGer6 schlägt eine Laufzeitverlängerung der noch am Netz befindlichen Kernkraftwerke vor, um Zeit zu gewinnen für die Entwicklung dieser Speicher! Dass dies fernab der Realität liegt, soll in Rahmen der vorliegenden AG untersucht und belegt werden. AB
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Wunschdenken (rot/grün :mrgreen: ) gegen Realität (orange/graublau)

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Um zu widerlegen, dass die „Energiewende“ nur noch an den bis dato nicht vorhandenen Energiespeichern scheitern würde, muss man eben von einem abstrakten Szenario ausgehen, in dem es diese Speicher sehr wohl gibt. Sollte selbst dann kein „100%EE“ möglich sein, hätte sich die anderslautende These des ökoindustriellen Mainstreams grandios erledigt. Dies zur Methodik, doch wie komme ich auf eine solche Idee?

Nun, die einschlägigen Erfahrungen, die mich dazu gebracht haben, reichen bis in den Herbst des Fukushima-Jahres 2011 zurück. Damals stieß ich auf eine Studie zweier Professoren einer deutschen Uni , in der stoisch behauptet wurde, dass ein „100%EE“ in Deutschland bereits anno 2020, spätestens jedoch 2022 möglich und effektiv machbar sei. In der anschließenden Diskussion erlebte ich sodann ein meisterliches Framing: Demnach fehle mir schlicht die Fachkompetenz um zu begreifen, dass Energiespeicher doch überhaupt kein Problem seien (jene Fachkompetenz, die bei den beiden Lehrstuhl-Inhabern selbstverständlich einwandfrei vorhanden sei :mrgreen: – Anm.d.Verf.). Und kaum hatte ich mich umgeschaut, schon war ich mittendrin in dem Frame, der da hieß, es gibt stets genügend Speicher.

➡ Ich nenne bewußt keine Namen, weil ich auf eine sermonhafte Jurispondenz 🙄 wenig Bock habe. Jedenfalls gewann ich damals praktisch sofort den Eindruck, die Studie selbst sei von den Assistenten und Doktoranten verfasst worden, währen beide „Professörchen“ lediglich die Aufgabe hatten, die Studie nach außen zu vertreten. Das sah man spätestens bei der Frage, ob mit „100%EE“ die gesamte Energie oder nur der Strom gemeint sei (es verging eine Zeit bis zur Antwort…) usw.
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Eben jene Diskussion von damals möchte ich hier und unter gleichen Voraussetzungen fortsetzen. Denn schließlich neigt sich das Jahr 2020 dem Ende entgegen und lt. vollmundiger Bekundungen der beiden Lehrstuhl-Inhaber müsste der EE-Strom bereits 90% – wenn nicht gar 100% – des Strombedarfs decken. Es lohnt sich daher anzuschauen, wie weit wir heuer wirklich sind.

Die AG

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Einer der beiden Lehrstuhl-Inhaber verlinkte mir damals ein Diagramm, das ich nun in Form der rot/grünen Kurven (s. obige Abbildung) zu entsinnen suche. Demnach sei eine Vervierfachung der EE-Stromproduktion binnen 10 Jahren (also damals bis 2021) nicht zuletzt aufgrund des absehbaren technologischen Fortschritts locker machbar! 2021, vielleicht sogar schon früher (also 2020..?!), sind wir dann dicke über 500 TWh/a. Auf der anderen Seite würde sich die Verbrauchskurve von 600 TWh/a der Produktionskurve nähern (ich würde insbesondere nicht verstehen, dass Energieeffizienz die wichtigste Energiequelle der Zukunft sei), so dass ein „rot/grüner“ Überschneidung 2020, spätestens aber 2022, wenn alle Atomkraftwerke vom Netz gingen, vorliegen werde.

Primärenergie nach Energieträgern, Deutschland 2019
© 2019 BMWi

Doch was ist die Realität im Jahre 2020? Nun, hier haben die Herrschaften wohl eine Rechnung ohne den Wirt namens „Physik“ gemacht. Denn anno 2020 haben wir keine Vervierfachung der EE-Stromproduktion gegenüber 2011, sondern gerade mal eine Verdopplung. Und wenn man den Verlauf der graublauen Kurve in die Zukunft extrapoliert, so sieht man deutlich, dass 500 TWh/a schlicht nicht möglich sind – nicht 2030, nicht 2040… und auch 2050 wohl kaum! Dies obwohl die Abflachungseffekte χ- (Chi-) und κ- (Kappa) äußerst moderat angesetzt sind: die graublaue Kurve verläuft ja fast linear!

Es ist schwer vorstellbar, dass irgendetwas in der Lage sein könnte, diesen Trend ein Stück umzukehren und die (graublaue) Kurve „nach oben“ zu reißen. Denn was sollte es bitteschön sein? Wasser-, Geo-, Bio- etc. sind praktisch nicht mehr ausbaufähig, Windkraft – nicht zuletzt aufgrund des verheerenden Impacts in die Biosphäre, was die AG „EROÏ = Energy Return of Impacted Input“ erarbeitet hat – kaum noch durchsetzbar… bliebe da nur noch die gute alte Sonne. Diese mag zwar keine Rechnungen verschicken 😉, aber die Frage ist dann doch, ob sie wirklich genug hergibt, um die Produktion vom erneuerbaren Strom auf über 500 TWh/a zu hieven? Anders gefragt, wie viele Dächer müssten wir (zusätzlich!) mit PV-Modulen bestücken, um weitere 300 TWh/a zu generieren? Hierzu die folgende rudimentäre Überlegung:

  • Bei einer nahezu flächendeckenden Überdeckung mit PV-Modulen, sind wir mit durchschnittlich 10 kWp pro Ð (Dacheinheit) sehr gut bedient, was wiederum 6.000 kWh/a·Ð ergibt. Daraus folgt:  300 TWh/a = 300.000.000.000 kWh/a ÷ 6.000 kWh/a·Ð = 50.000.000 Р

Wir haben aber keine 50 Mio Dächer oder sonstige PV-geeignete Flächen in Deutschland… und selbst wenn: 50 Mio PV-Einheiten wären in Puncto graue Energie überhaupt nicht darstellbar. Insbesondere der EROI würde weit unter 1 absacken 👿. Insofern müssen wir uns mit der Tatsache arrangieren, dass die EE-Stromproduktion auch langfristig weit unter 500 TWh/a liegen wird!

Auch beim Stromverbrauch, also der realen Nachfrage, divergieren die Wunschvorstellungen und Realität weit voneinander. Denn der „reißende Fluss“, mit dem seinerzeit die beiden Profs die „erneuerbare Energie“ aus Effizienzsteigerung verglichen hatten, entpuppte sich in den letzten Jahren allenfalls als ein kleines „Bächli“. Die Stromnachfrage fiel kaum, vielmehr blieb sie bei leichten Schwankungen im Großen und Ganzen konstant knapp unter 700 TWh/a, will heißen, dass selbst wenn es uns gelingen sollte, dieses Niveau zu halten, läge der Schnittpunkt mit ohnehin schon optimistisch extrapolierten graublauen Kurve weit über das Jahr 2050 hinaus!

In der AG „New Mobility – New NUC“ wurde u.a. der Strom-Mehrbedarf für Elektromobilität ermittelt.

Und dann stellt sich unweigerlich die Frage, wie realistisch es ist, dieses Verbrauchsniveau zu halten bzw. gar zu senken, um 2050 (vielleicht) am Ziel zu sein..? Was bedeutet es denn für die Volkswirtschaft einer Industrienation wie die deutsche?

Nun, zunächst ist zu konstatieren, dass die Potentiale der Effizienzsteigerungen weitestgehend ausgereizt sein dürften. Bei dem heutigen Stand der Technik ist da nicht mehr viel zu holen und selbst wenn, so muss dies zumeist mit zusätzlichen energetischen aber auch monetären Aufwendungen teuer erkauft werden.

Auf der anderen Seite erfordert auch und gerade die „grüne“ :mrgreen: Revolution, die nur mit einem technischen wie technologischen Fortschritt einhergehen kann, abermals mehr und nicht weniger Energie! Der Strom-Mehrbedarf bei einem nur zu 50% elektrifizierten Verkehrssektor beträgt um die 100 TWh/a, wie wir nicht zuletzt aus der AG „New Mobility – New NUC“ bereits wissen. Rechnen wir dann noch, stets wohlwollend, für alle anderen Sektoren, für Digitalisierung etc. lediglich weitere 100 TWh/a dazu, so hätten wir um 2030 herum einen Strombedarf in Höhe von über 800 TWh/a. Dies dürfte sich dann im Laufe 2030’er Jahre der Grenze von 1 PWh/a stark nähern – natürlich stets vorausgesetzt, dass die Politik in Deutschland sich nicht dem Trend zur Digitalisierung, Elektrifizierung etc. verschließt und den Strom weiter so verteuert und verkompliziert, dass all die („grünen“ :mrgreen:) Zukunftsprojekte obsolet werden.

Die AG hat somit die Eingangs aufgestellte These ganz klar bewiesen. Denn » dass dies (das „100%EE“) fernab der Realität liegt «, kann dem Verlauf der orangenen sowie der graublauen Kurve entnommen werden. Beide Kurven differieren voneinander und somit ist ein „100%EE“ eine pure Illusion. Dies wohl gemerkt unter der abenteuerlichen Voraussetzung, dass es stets genügend Speicher gibt und dass diese nichts kosten, weder energetisch noch monetär.

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Ökolibertät. Der ordoliberal-ökomoderne Ausweg aus der Knechtschaft

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Wie bitte?? Ob ich etwa unterstellen will, dass wir bereits in Hayekscher Knechtschaft, also im Sozialismus befindlich seien? Und was heißt hier „wir“? Heißt es Deutschland oder die EU? Nun, die Antwort ist ein etwas abgeschwächtes Ja, aber es ist leider ein Ja. Freilich gibt es in diesen Fragen kein schwarz/weiß, aber das Slade sowohl von DE als auch von der EU ist mittlerweile alles andere als hell. Es ist merklich abgedunkelt und bekam einen deutlich braun-roten 😡 Stich.


 

Friedrich August von Hayek 1899-1992
Quelle © https://www.youtube.com/watch?v=2f9cWQpWrw8

Als ich vor gut drei Jahren den Blogbeitrag »„Warum pro Kernenergie“ – eine etwas andere Fragestellung « schrieb, waren mir weder die Ökomoderne noch das „Manifesto“ derselben geläufig. Vielmehr wollte ich eine Art „TL;DR“ ➡ haben, um Diskussionen, wie eben jene in dem Beitrag erwähnte, abwürgen und so gewissermaßen „resümieren“ zu können 😉. Denn ich wurde es zunehmend leid, meinen Standpunkt in schier nie enden wollenden Threads darlegen zu müssen: für den Umweltschutz aber gleichzeitig für Atomkraft und u.U. gar für Kohle, gegen die Energiewende aber für die Elektromobilität und u.U. für Solarkraft… dies darzulegen tat ich mir ungemein schwer. Continue reading „Ökolibertät. Der ordoliberal-ökomoderne Ausweg aus der Knechtschaft“

Atlas-Initiative: parteiunabhängig, humanistisch, ordoliberal

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Markus Krall empfiehlt in „Die bürgerliche Revolution“ als Antwort auf den Mainstream-Klüngel (Anm. d. Verf.) eine Deutschland- bis Europaweit vernetzte Denkfabrik.
Die „Atlas-Initiative“ ist eine solche Think-Tank.

Den gegenwärtigen Zustand unseres Landes als „besorgniserregend“ zu bezeichnen, wäre ganz und gar euphemistisch. Wo man nicht hinschaut – ob nun auf Staatsgewalten, politische Parteien, gesellschaftliche Institutionen, NGOs, Firmenmanager, Kulturschaffende oder was auch immer – überall nichts als Versagen, häufig bis hin zum Totalausfall. Was dann noch bedrückend hinzukommt, ist, dass sich diese sog. „Eliten“ gegenseitig instrumentalisiert bzw. regelrecht gekapert haben und so einen mannigfaltigen Klüngel 😡 von gegenseitigen Abhängigkeiten schufen. So sind beispielsweise die Parteien vom Wohlwollen der Medien abhängig – diese wiederum sind auf die Zuwendungen der Parteien angewiesen, sei es durch die Präsenz der Politiker in den Medien selbst (Anzeigen/Spenden für/von der Politik bzw. deren Hintergrund-Moguln..), sei es durch direkte Finanzierung mittels Zwangsabgaben. Dass inzwischen über eine öffentlich-rechtliche Finanzierung „bestimmter“ Presseorgane nachgedacht wird, ist da nur konsequent.

So ist ein wie auch immer geartetes Auflockern geschweige denn Aufbrechen dieses „Mainstream-Klüngels“ auf den ursprünglich hierfür vorgesehenen Wegen – also mittels demokratischer Abwahl – schier unmöglich. Denn eine etwaige Konkurrenz verfügt zunächst einmal nicht über einen Zugang zu den vier Staatsgewalten und kann so nichts ausrichten. Und dass es so bleibt, darauf wird penibel geachtet. Im Klüngel passt man da schon (aufeinander) auf…

Umso erstaunlicher war es vor knapp 4 Jahren zu erleben, dass in einer der ältesten Demokratien der Welt, nämlich jener der USA, wo sich die zwei de facto einzigen Parteien längst „verständigt“ hatten, plötzlich ein Donald Trump wie Phönix aus der Asche emporsteigen konnte. Das Land hat binnen weniger Wochen eine so atemberaubende Erneuerung vollzogen, dass der Mainstream-Klüngel in Deutschland und in der EU sie bis heute nicht verkraftet hat. Was war passiert? Continue reading „Atlas-Initiative: parteiunabhängig, humanistisch, ordoliberal“

Die TL;DR AG zur Elektromobilität und alternativen Fahrzeugantrieben

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Ein BEV (links) und ein PIHV (rechts).

„AG Energetik“ hat mittlerweile etliche Beiträge zum Thema Elektromobilität bzw. zu alternativen Fahrzeugantrieben vorzuweisen. Dies bietet eine doch recht bequeme Möglichkeit, beispielweise in einem Facebook-Thread 😉 gleich einen entsprechenden Link setzen zu können und so den aufkommenden Mythen oder Falschbehauptungen den Wind aus den Segeln zu nehmen. Die Sache hat allerdings den einen Haken und zwar, die Fragestellung berührt u.U. nur einen Teilaspekt einer recht umfangreichen Problematik – z.B. die energetischen Aufwendungen bei der Herstellung von eAuto-Batterien – während die jeweils verlinkte AG auf die gesamte Problematik in gebotener Ausführlichkeit eingeht.

Somit ist es einerseits mit Torpedo auf Goldfische geschossen, anderseits wird nicht selten etwas auf die hohe Ebene der Wissenschaft gehoben, was besser ein wenig volkstümlicher denn in mathematischen Formeln auszudrücken gewesen wäre...🙄 Außerdem lassen Mitdiskutierende man mein „Abstract“ für gewöhnlich nicht als TL;DR gelten, womit die gesamte Argumentationskette dahin ist.

Um diesem unerwünschten Effekt zu entgehen und nicht zuletzt dem Leser eine bessere Möglichkeit der Argumentation bzw. der Quellen-Unterlegung an die Hand zu geben, habe ich die nachfolgende tabellarische Zusammenstellung der am häufigsten diskutierten Aspekte der Elektromobilität sowie anderer Antriebe konzipiert. Die Tabelle sollte im Laufe der „open end“ AG kontinuierlich erweitert und jeweils den neuesten Erkenntnissen angepasst werden.
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### These Antithese. Stellungnahme
#01 Elektroauto ist verglichen mit einem Verbrenner… dies und jenes Vergleiche zwischen Stromer und Verbrenner sind in. Zu den häufigsten Tricks oder Denkfehlern – je nach Wissensstand 😉 – zählt der Vergleich zweier eben nicht-vergleichbarer Fahrzeuge. Vergleichbar sind die Fahrzeuge aber nur dann, wenn sie in etwa gleiches Format aufweisen und in Puncto Komfort, Sicherheit, Fahrleistungen etc. ähnliches zu bieten haben. Dies nennen wir nachfolgend unser „Grundgebot der Vergleichbarkeit“, bzw. kurz „#01“.
#02 Elektroauto verbraucht so und soviel Energie, stößt so und so viel Schadstoffe und CO2 aus Der methodische Fehler, der diesen Argumentationsketten innewohnt, ist zumeist das völlige Abstrahieren von der Frage, wie der Strom gewonnen wird, insb. wie „dreckig“ er ist. Entscheidend ist der primärenergetische Mix, der sich sowohl auf die Herstellung des eAutos, vor allem aber auf dessen Betrieb auswirkt. Dies bezeichnen wir nachfolgend als das Grundgebot der Primärenergie, kurz „#02“
#10 Elektroautos sind (energetisch) effizienter Es sei vorerst auf die AG „Elektromobilität energetisch betrachtet“ verwiesen.
#11 Elektroautos stoßen weniger/mehr CO2 aus Es sei auf #1 und #2 verwiesen (…)
#12 Elektroautos sind teurer in Anschaffung und Betrieb als Verbrenner Das Gegenteil ist richtig. Elektroautos sind – unter strikter Wahrung von #1 – in der Regel kontengünstiger, sowohl in der Anschaffung als auch im Betrieb. Dabei wird der Vorteil umso höher, je gehobener die Fahrzeugklasse ist – s. etwa Tesla X vs. BMW X6 oder Tesla 3 vs. BMW 3’er. Ausnahmen bilden lediglich total missratene Konzepte, wie z.B. der VW eUP oder Mercedes EQC, die jeweils etwas günstigere Pendants im eigenen Hause bilden. Aber den Vergleich gegen einen äquivalenten Tesla entscheidet letzterer stets haushoch für sich.
#13 Elektroautos sind anfälliger (bzw. 100-fach weniger anfällig) gegenüber Brandunfällen 🙄 Was die brennenden Teslas für die einen sind, sind die Knallgasexplosionen der Reaktorgebäude in Fukushima für die anderen (oder gar dieselben…😉?): ein Grund zur Panik und zu völlig falschen Schlussfolgerungen; ein evtl. wirtschaftliches oder politisches Interesse bleibt davon freilich unberührt.
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Viel interessanter in diesem Zusammenhang ist wohl die gegenteilige Behauptung, nämlich wonach das Elektroauto um den Faktor 10 oder auch 100 (!) weniger „brandgefährlich“ sein sollte, als ein Verbrenner. Es kommt noch erschwerend hinzu, dass die Unfallstatistiken diese Zahlen durchaus hergeben… was sie jedoch noch lange nicht richtig macht. Denn Elektroautos sind nun mal (noch) sehr wenig verbreitet und das dünnt die Datenbasis aus. Eine geringe Datenbasis birgt aber in sich die Gefahr in die Falle der kleinen Zahlen (gem. Kahneman) hineinzulaufen. Eine kleine Verzerrung im System – etwa ein höherer Anteil an Premium-Fahrzeugen, mit all den Assistenzsystemen, mit aktiver und passiver Sicherheit etc. – reicht dann bereits aus, um tatsächlich Faktoren von 10 oder gar 100 zu produzieren.
.So gesehen verwundert es nicht sonderlich, dass Tesla in den USA das mit Abstand sicherste Auto ist. Gewiss ist es das, aber die Frage ist, wieviel davon dem eAuto als solchem geschuldet ist. Meine Vermutung, die sich auf die physikalische Betrachtung stützt, ist die folgende: die intrinsische Neigung zum Brandunfall dürfte sich bei beiden Antriebskonzepten in etwa die Waage halten. Der tiefere Schwerpunkt sowie der zusätzliche Aufprallschutz dank der Batterie dürfte dem eAuto zu einem Vorteil um den Faktor 2-4 gereichen.
#14 Elektroautos taugen allenfalls etwas für die Stadt. Längere Strecken sind nicht praktikabel Diese Behauptung kann bereits alleine durch den Screenshot aus der AG „Über das System Tesla“ widerlegt werden. Denn wenn ich 1000 km fahren soll, dann ist eine Pause von einer Stunde – auch wenn man zu zweit fährt und sich immer wieder abwechseln kann – schlicht ein Muss! Was also übrig bleibt, ist lediglich ein wenig mehr Planung, wo man die Stopps einlegt (es müssen 3-4 Stopps sein – s. AG) etc. Das Reichweiten-Problem kann somit zumindest innerhalb des Tesla-Systems bereits als gelöst angesehen werden, spätestens mit dem kommenden Supercharger- und Ladeleistungs-Upgrade.
#15 Elektroautos senken die Wertschöpfungstiefe und vernichten so die Arbeitsplätze in der dt. Automobilindustrie Diese Argumentation ist substantiell mit dem früheren „Computer ist der Jobkiller“ inhaltsgleich. Wenn ein Gut – hier ein Auto – mit weniger Ressourcen und/oder Manpower hergestellt werden kann, so nennt man so etwas Rationalisierung oder auch technischer Fortschritt...😳 Von daher ist es kein Wunder, dass dies einerseits aus der populistischen Ecke kommt, anderseits von der klassischen Autoindustrie und deren Lobby.
#16 Deutschland kann seinen Energiebedarf für die Elektromobilität zu 100% aus EE bestreiten. Diese Vorstellung „100% eAuto aus 100% EE“ wurde durch die AG „New Mobility – New NUC“ aufs Korn genommen. Bei nur 50% der eAuto-Quote benötigten wir beim Verkehrsaufkommen des Jahres 2019 in DE ca. 10 GW konstante Leistung, was eine ideale Bedarfs-Ausbalancierung voraussetzt. Diese ist jedoch nun einmal nicht machbar – und selbst wenn: die EE sind für eine wetterunabhängige 24×7 – Versorgung definitorisch nicht geeignet. Die Vorstellung „100% eAuto aus 100% EE“ gehört daher ins Reich der Träume und Phantastereien 👿
#17 Norwegen hat es bereits geschafft: fast alles fährt elektrisch und der Strom ist zu 100% erneuerbar Norwegen ist gewissermaßen das heilige Land für die Apologeten des „100% eAuto aus 100% EE“ :mrgreen:, jedoch ist die Realität wieder mal eine andere. Ende 2018 hatte dieses von der Natur gesegnete Land eine eAuto-Quote von… 6% – dennoch haben ein paar heiße Wochen bereits gereicht, um die Wasserreservoirs soweit abdampfen zu lassen, dass Stromimporte nötig wurden. Von daher wissen die Verantwortlichen ganz genau, dass bereits bei 30% eAuto-Quote die heimische „weiße Kohle“ nicht mehr ausreichen wird.
#18 BEV sind keine Alternative zum Verbrenner, wohingegen Synfuel und Wasserstoff sehr wohl. Dieses Argument ist ganz klar in der klassischen Automobil-Lobby zu verorten. Der Hintergrund: der Trend zum batteriegetriebenen Elektroauto wurde verschlafen und das System Tesla gar nicht verstanden. Die Losung, die dann noch übrig bleibt, lautet daher: kauft vorerst ruhig unsere Verbrenner weiter und wir machen das schon mit dem Synfuel oder Wasserstoff irgendwann mal. Aber wie wir aus der AG „Wasserstoffantrieb Energetisch betrachtet“ wissen, braucht ein Brennstoffzellen-Fahrzeug mindestens das Doppelte an Energie eines BEV und ein Kolbenmotor gar das Dreifache, mindestens! Letzteres würde aber für Deutschland die Größenordnung von 50 GW Dauerlast bedeuten, also bereits 2/3 der gesamten Stromlast 😮
#19 BEV erfordern Unmengen an Lithium, Kobalt und seltenen Erden. Deren Gewinnung ist problematisch, Stichwort Kinderarbeit in Kongo 🙄
#20 Die Herstellung von BEV verbraucht Unmengen an Wasser. Tesla gibt für die Fabrik in Grünheide den Wasserbedarf von 372.000 Litern pro Stunde an. Das bedroht die Trinkwasserversorgung 🙄 Die 372.000 Liter Trinkwasser pro Stunde, die von Tesla für die Fabrik Grünheide angegeben werden, bedeuten 3.258.720.000 Liter im Jahr, macht bei der geplanten Jahresproduktion von 500.000 Fahrzeugen 6.517 Liter Wasser pro Fahrzeug. Zum Vergleich: der Wasserbedarf bei der Herstellung eines konventionellen Fahrzeugs beträgt 400.000 bis 500.000 Liter 👿 Von einer Bedrohung der Trinkwasser-Reservoires in der betr. Region kann also nicht die Rede sein. Zwar ist hier die Gewinnung von Lithium ebenfalls „wassertechnisch“ zu berücksichtigen (diese Fällt ja nicht in der Gigafactory an), aber es bleibt immer noch weit unter 100.000 Litern Wasser. Hier ist also BEV klar im Vorteil
#21 Elektroautos sind ohne Subventionen nicht marktfähig Lässt man bei den konventionellen Fahrzeugen all die direkten und indirekten, all die Kreuz- und Quer-Subventionen, Abwrackprämien etc. nicht gelten, darf man es beim BEV ebenso wenig tun. Was dann übrig bleibt, sind die eAuto-Kaufprämien, evtl. auch noch Subventionierung der Ladestationen (Letzteres trifft auf Tesla bekanntlich nicht zu). Hier muss man allerdings konstatieren, dass das eAuto zwar der Gegenstand aber nicht der Verursacher dieser Subventionierung ist. Der Verursacher ist vielmehr eine falsche energiepolitische Weichenstellung. Die Verknappung von Energie gepaart mit hoffnungsloser Unterschätzung deren Bedeutung für Industrie 4.0, Quantenrevolution 2.0 etc. – und somit auch und gerade für die Elektromobilität – haben dazu geführt, dass man sein Heil in den Subventionen sucht.

 

eAuto-Wärmepumpe oder Praxistest „Carnot vs. Joule-Tomson“

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Zusammenfassung (Abstract). Anhand eines Langzeit-Praxistests soll der praktische Nutzen von Wärmepumpen in Elektroautos untersucht werden; hier am Beispiel von Tesla Model 3 vs. Model Y.

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Klima-App im Tesla. Die Heizung lässt sich per Remote einschalten und der energetische Aufwand hierfür zumindest grob abschätzen.

Anfang 2020 kündigte der US eAuto Bauer Tesla an, das neue Model Y serienmäßig mit einer Wärmepumpe auszustatten – sehr zur Freude der auf „Öko“ ausgerichteten Kundschaft sowie der Fans. „Endlich !“, „warum erst jetzt?“ war da am meisten zu hören… ja eben, warum nicht gleich so?? Warum bekamen die Premium-Modelle X und S, bei deren Kundschaft die Kosten eine eher untergeordnete Rolle spielen, nicht von vorne herein eine solch sinnvolle Vorrichtung und sollen bis auf Weiteres ohne eine solche herumfahren?

Könnte es vielleicht sein, dass eine Wärmepumpe gar nicht so sinnvoll ist, wie es sich auf den ersten Touch anfühlt, da dies – wie schon häufig in der „AG Energetik“ festgestellt – mit einem unverhältnismäßigen Aufwand und Impact erkauft werden muss? Könnten es nicht doch eher Imagegründe gewesen sein, die letztendlich Tesla zu solch einem Schritt bewogen haben?

Die AG „Carnot vs. Joule-Tomson“ vom September 2015 kann diese Fragen jedenfalls kaum beantworten. Denn zum einen ging es dort um die Häuslerbauer, die gute Möglichkeiten haben beide Endpunkte des Pumpvorgangs 0 → 1 geschickter zu wählen, (etwa Erd-Wärmepumpe), und zweitens beschränkte ich mich seinerzeit auf die theoretische Gegenüberstellung beider gegenläufiger Prozesse und zwar unter den in der Praxis unerreichbaren Idealbedingungen:

Doch bei einem Elektroauto haben wir all das nicht. Die Wärmequelle kann hier nur die Luft sein und deren Temperatur ist, je nach Witterung, so wie sie ist, ja und auch eine großflächige Fußbodenheizung lässt sich in einem PKW kaum realisieren. Dessen ungeachtet wenden die Versierteren unter den Opponenten bei dieser Gleichung häufig ein, die -Kurve würde doch asymptotisch gegen 1 gehen, weshalb eine Wärmepumpe in jedem Falle einen energetischen Gewinn abwerfe 🙄. Nun, an dieser Stelle muss ich denjenigen Leser, der das so sieht, leider enttäuschen. Denn die Berücksichtigung von Verlusten (Realgas, unvollkommene Isolierung, Verwirbelungsverluste etc.) führt keineswegs nur zur Abflachung der -Kurve, sondern auch zu deren Verschiebung nach unten. So durchbricht sie ab einem gewissen Temperaturgradienten die 1’er Achse und die Wärmepumpe arbeitet mit einem grottenschlechten . ➡

Die Aufgabe der vorliegenden AG besteht jedoch nicht darin, einen „realen“ Joule-Tomson Prozess durchzurechnen, denn das dürften schon viele vor uns gemacht haben. Wir wollen vielmehr empirisch herausfinden, was eine Wärmepumpe wirklich bringt und hierfür bemühen wir einen Langzeitvergleich zweier Teslas, jeweils mit- und ohne Wärmepumpe. Es läuft somit auf einen Vergleich „M3 vs. MY“ hinaus. Doch wie kann ein solcher Langzeittest aussehen? Welche Datensätze wollen wir konkret zusammentragen?

Nun, ich persönlich schätze gerade in den kalten Monaten die Möglichkeit, mein Auto per Remote-App vorheizen zu können, doch sehr. Dass dieser Luxus Energie kostet, ist klar, aber wieviel genau? Hier wird es schon ein Bit komplizierter. Denn die Energie-Anzeige im Tesla beschränkt sich auf eine Genauigkeit von einem Prozentpunkt, also im Falle von Tesla M3 LWR steht ein Prozentpunkt für 0.75 kWh. Dies ist für sich genommen schon ziemlich ungenau, ferner dürfte das Abfragen (also Messen!) der Restenergie in der Batterie mit recht deutlichen Fehlern behaftet sein. Dies trifft aber auf absolute Werte zu, weniger auf die Differenzen (womit wir wieder bei dem Fluxionsverhalten wären…sorry 😉). Außerdem relativieren sich diese Fehler bei einer großen Zahl der Messungen eben dieser Zahl entsprechend. Anders ausgedrückt, wenn wir eine hinlänglich große Zahl an Wiederholungen hinlegen, die eine relative Veränderung der Restenergie infolge eines Heizvorgangs hervorbrinmgen, erhalten wir eine doch gut belastbare Datenbasis. Dies ist die Grundidee der vorliegenden AG.

➡ bei den Joule-Tomson-Prozessen nennt man – im Gegensatz zu dem Carnotschen „Wirkungsgrad“ – häufig „Leistungszahl“.

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Anleitung zur Datenaufnahme (Tesla):

  1. Batterieanzeige von Restreichweite (km) auf Restenergie (%) umstellen;
  2. Außen- und Innenraumtemperatur, sowie Anfangs-Restenergie aufschreiben;
  3. Zieltemperatur (z.B. 22°C) einstellen und Heizvorgang starten;
  4. Nach Erreichen der Innenraum-Zieltemperatur noch ca. 1 Min. weiterheizen;
  5. Währen des Heizvorgangs die Energieanzeige beobachten, insb. wann die Prozentpunkte „fallen“. Daraufhin die verbrauchte Energie „π mal Daumen“ abschätzen. Fertig.

 

Tesla M3 LWD 75 kWh Außentemp. T0 → T1 T1 – T0 Energie Bemerkungen
2°C 4°C →22°C 18°C 1.2 kWh
1°C 2°C →22°C 20°C 1.3 kWh inkl. Scheiben-Entfrostung
2°C 5°C →22°C 17°C 1.1 kWh zuvor vorgeheizt gehabt
10°C 12°C →22°C 17°C 0.7 kWh beruht auf mehreren Messungen

EROÏ – Energy Return of Invested Impact

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Konzipiert wurde ein „Energy Return of Invested Impact“ , der im Gegensatz zum reinen EROI dem Impact in die Biosphäre Rechnung tragen sollte. Wir nennen es EROII bzw. EROÏ. Die einzige Energieform, bei der der EROÏ dem EROI praktisch gleicht, ist eindeutig die Kernenergie. Mit einigen Abstrichen lässt sich Ähnliches mit einem Gaskraftwerk bzw. einer eigens gemanagten PV-Anlage auf einem (bereits vorhandenen!) Dach annähernd erzielen. Bei der Windkraft hingegen differieren EROII und EROÏ um den Faktor 5 voneinander, weshalb es sich hierbei um die am meisten zerstörerische Energieform handelt. Sie sollte vollumfänglich eingestellt werden.
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EROI unbuffered, weak/full bufferedaus der AG „Sättigungseffekte bei den EE“

Wenn es überhaupt etwas gibt, was die „AG Energetik“ in ihrer nunmehr bald 5-jährigen Geschichte ein Stück weiterentwickelt hat, dann ist es eindeutig das Konzept des EROI. Nicht umsonst wurde ich schon mal „Mr. EROI“ genannt :mrgreen:, was ich jedoch nur deshalb erwähnen möchte, weil diese Zuschreibung klar ironisch gemeint war und insofern keine Gefahr besteht, eine Menge dicke Luft zu produzieren😳

Jedenfalls haben all unsere ➡ AG’s eben zum Thema EROI eine Menge erforscht und interessante Resultate erarbeitet. So haben wir Methoden einer heuristischen Ermittlung des EROI am Beispiel der Offshoreparks „alpha-ventus“ sowie „Amrumbank West“ (Teil1, Teil2) kennengelernt und dabei den Pufferungs-Koeffizienten postuliert. Dieses haben wir dann im Rahmen der beiden AG’s über den χ- (Chi-) sowie den κ- (Kappa)-Effekt auf Fluxionsverhalten untersucht und dabei Abflachungs- bis Sättigungs-Effekte festgestellt. All das sind doch Erkenntnisse, die – so sie denn von den Entscheidern in Politik und Wirtschaft beherzigt worden wären – uns jede Menge Unheil hätten ersparen können.

Dennoch, bei all der bescheidenen Kompetenz in Sachen EROI, räume ich freimütig ein, dass diese Kennzahl nicht alles ist. Denn was der EROI definitorisch beschreibt, ist die Beanspruchung von energetischen Ressourcen einer Anlage, z.B. eines Kraftwerks, im (umgekehrten) Verhältnis zu der am Ende gewonnenen Nutzenergie. Hingegen, was hier allenfalls nur partiell erfasst wird, ist die Beanspruchung von natürlichen Ressourcen ➡ bei dem Gestehungsprozess; wir nennen es kurz und bündig „Impact“.

➡ bereits in einem alten Blogbeitrag https://ssl.loggpro.net/rainer/?p=217 im Frühjahr 2012 unter der Überschrift „the-END Studie“ („END“ stand für „Energiewende? Nein, Danke“) machte ich mir Gedanken über die Beanspruchung bzw. Verbrauch von natürlichen Ressourcen energetischer Anlagen, also Kraftwerke, Energiespeicher etc. Damals postulierte ich – in Anlehnung an die volumetrische bzw. gravimetrische Energiedichte bei den Energiespeichern – den Begriff der „ökometrischen Energiedichte“. Das war der erste Versuch den Impact ins Verhältnis zu dem Nutzen, etwa der Energieernte, zu setzen. In einer nachgeschalteten Studie »Impact „Erneuerbarer Energien“ in die Biosphäre« https://ssl.loggpro.net/rainer/?p=1166 versuchte ich den Impact an der statistischen Anzahl der Todesopfer (bezogen auf kWh Energiegewinn) festzumachen; dazu gleich mehr.
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Betrachten wir zunächst einmal eine WKA auf der einen und eine PV auf der anderen Seite. Der EROI ist – egal wie gerechnet – stets 1-stellig, also von der gleichen Größenordnung, und dennoch ist der Impact offensichtlich diametral unterschiedlich. Denn die PV-Anlage auf dem Dach stört niemanden, die im Solarpark schon eher, aber auch nicht so arg – während alleine das monströse WKA-Fundament aus mehreren Tausend t Stahlbeton einen verheerenden Eingriff in die Natur darstellt. Ein anderer Vergleich gilt einem Kohlekraftwerk gegenüber einem Kernkraftwerk. Auch hier sind die EROI in beiden Fällen vergleichbar und dennoch unterscheidet sich die Statistik der Todesopfer gleich um mehrere Größenordnungen.

Beide Beispiele zeigen, dass der Impact über den EROI hinaus mindestens zwei weitere Komponenten zu haben scheint und zwar die ökometrische Energiedichte auf der einen sowie die „Deaths per PWh“ auf der anderen Seite. Was wir nun innerhalb dieser AG versuchen wollen, ist beide Komponenten energetisch zu quantifizieren.

Die Frage, die wir uns im ersteren der beiden Fälle stellen, lautet schlicht, wieviel Energie aufzuwenden wäre, um all die Schäden an der Umwelt – ob nun dauerhaft oder nicht – auszugleichen? Das ist noch unproblematisch, das kann man mit Fug und Recht fragen. Jedoch bei der 2. Komponente beginnt schon die erste ethische Problematik… Denn kann man bei den „Deaths per PWh“ guten Gewissens energetische (oder gar monetäre…😳) Äquivalente fürs menschliche Leben angeben? Nein, so unreflektiert sicher nicht! Auf der anderen Seite dürfte es noch schlimmer und menschenverachtender werden, dies völlig außer Betracht zu lassen. Dann halte ich doch mehr davon, es doch zu quantifizieren, dafür aber mit dem gebührenden Wert. Daher versehen wir den EROI mit einem Korrekturfaktor wie folgt:

EROÏ – Energy Return of Invested Impact. Die AG

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EROI vs. EROÏ

Et voilà! Zunächst, was das ethisch nicht unproblematische anbelangt, so ist die Sache wenigstens von der Arithmetik her gesehen trivial. Natürlich haben wir hier den Umrechnungsfaktor willkürlich auf 1:200.000 gesetzt, aber dies gilt nun einmal für alle Energien gleichermaßen. Klar ist, dass es auch andere Statistiken „how deadly is your kWh“ gibt, die bei diesem Umrechnungsfaktor zu merkwürdigen Ergebnissen geführt hätten. Allerdings beträfe dies wie gesagt alle Energien gleichermaßen, so dass sich hier keinerlei Bevorzugungen oder Benachteiligungen für oder gegen die eine oder andere Energieform herleiten lassen.

Was hier quasi vorneweg ganz besonders bös erwischt wird, ist eindeutig die Kohle, bei der das sage und schreibe 0.15 beträgt, was den EROÏ auf 4.5 absacken lässt 👿. Die Befürworter des Kohleausstiegs können also jubeln… während bei der Biomasse wie bei Wasserkraft die Korrektur mit einem von je etwa 0.88 eher noch überschaubar bleibt. Bei den Erneuerbaren ➡ – und erst recht bei der Kernkraft – beträgt das beinahe 1, ist also in diesem Zusammenhang vollkommen irrelevant.

Bei dem 2. Term, wo das drin steckt, wird die Sache hingegen ein Bit komplizierter. Zunächst müssen wir wohl auch hier einen Umrechnungsfaktor ansetzen, nicht zuletzt deshalb, weil auch das eine dimensionslose Größe bleiben muss. Die Frage, die wir uns nun stellen müssen, lautet, wie können wir dimensionslos den Bedarf an natürlichen Ressourcen via ökometrische Energiedichte beziffern? Wir schlagen vor, den „normalen“ Flächenbedarf eines Kraftwerks schlicht ins Verhältnis zur durchschnittlichen Leistung zu setzen; auch hier ist der Umrechnungsfaktor 1:50 [km2/MW] willkürlich gewählt.

➡ Wir wissen nicht zuletzt aus der AG »Impact „Erneuerbarer Energien“ in die Biosphäre« vom Oktober 2015, dass die „Deaths-per-PWh“-Statistiken für Erneuerbare nicht vollständig sind. Sie berücksichtigen insbesondere nicht die Abhängigkeit qua EROI von der wesentlich tödlicheren Kohle. Aber gnädig wie wir nun mal sind :mrgreen:, wollen wir dies hier zugunsten der EE außer Betracht lassen.
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Wir setzen also an .

Zunächst sehen wir auf Anhieb, dass die thermischen Kraftwerke – also Kohle-, Gas-, Biomasse-, Kernkraftwerke – hiervon quasi unberührt bleiben. Denn bei einer Leistung von mehreren Hundert Megawatt aus nur einigen Quadratkilometern resultiert eine sehr hohe Energiedichte, die im Kehrwert ≈1 ergibt.

Die Sache beginnt sich jedoch im Falle der Wasserkraft langsam zu relativieren. Denn je nach dem, was man alles zu der beanspruchten Fläche zählt – etwa die versiegelte Fläche, die Staudämme etc. – kommt man bei nur einigen Megawatt Leistung u.U. auf durchaus relevante Korrekturfaktoren. So errechneten wir für Wasserkraft einen Korrekturfaktor von 0.4, was den EROÏ auf 10 absacken lässt.

Bei der Fotovoltaik müssen wir indes aufpassen. Die Fläche, die ein Solarpark beispielsweise beansprucht, ist klar und einfach quantifizierbar. Allerdings ist es im Falle einer häuslichen PV-Anlage auf dem Dach nicht mehr so einfach, denn diese Fläche, zwar physikalisch einwandfrei beansprucht, war ohnehin als Nutzfläche verloren. Anders ausgedrückt, der Impact, der hieraus resultiert, ist praktisch Null.

Zu guter Letzt erlebt die Windkraft – ob Offshore oder Onshore – einen wahren Super-GAU in diesem Zusammenhang. Denn angewandt beispielsweise auf den Vorzeige-Offshore-Windpark Amrumbank West, mit 3,5 MW durchschnittlicher Leistung aus 35 km2 Fläche ergibt sich ein von 5, was den EROÏ weit unter 1 absacken lässt. Windkraft ist somit nicht nur gefühlt die mit dem allerhöchsten Impact verbundene Energieform.
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Fessenheim-OUI – aber wie?

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Nach dem three-eleven des Jahres 2011, also nach Fukushima, schlug ich im Blog der Badischen Zeitung unseren französischen Nachbarn vor, dem Druck der Fessenheim-Gegner nachzugeben und im Gegenzug einen Bailout in Sachen Reaktor-Upgrade zu verlangen. Aus der Oberrheinischen Umwelt-Initiative OUI wurde jedoch bekanntlich nichts… Schade 😳

Der heutige Tag ist für jeden waschechten Umweltschützer – und erst recht für einen Ökomodernisten, der ich nun einmal bin – zweifelsohne ein rabenschwarzer Tag. Denn nach etwas mehr als 42 Jahren Betriebszeit wird heute der erste der beiden M310-Reaktorblöcke des französischen Kernkraftwerkes Fessenheim, mit dem bis dato innewohnenden legendären Druckwasserreaktor CP0, wohl für immer heruntergefahren. Im Sommer geht dann auch der 2. Reaktorblock in den vorzeitigen Ruhestand und das dürfte es dann gewesen sein mit dem sauberen Strom und freiem Horizont in meiner Markgräfler Wahlheimat, zu der diese „Nuckibude“ irgendwie stets dazugehört hatte...😳

Auch wenn ich diesen zweifelhaften „Erfolg“ dem hiesigen „Trinationalen Atomschutzverband“ ➡ nur ungern gönne, so ist zunächst die Entscheidung der Betreiber sowie der französischen Regierung als die eines souveränen Staates selbstverständlich zu respektieren. Es ist freilich etwas anderes sich die Frage zu stellen, wie es dazu kommen konnte und vor allem, wie es denn weitergehen soll. Denn die Argumente, die gegen die Schließung von dem Meiler sprachen, wurden in den letzten Jahren immer mehr. Da waren die überaus ernüchternden Erfahrungen mit der deutschen „Energiewende“ auf der einen sowie der zunehmende Konsensus in Sachen CO2-Reduktion (weswegen auch immer) auf der anderen Seite. Und dann soll ausgerechnet nucleaire de Fessenheim, das eine einzigartige Symbiose mit dem benachbarten Wasserkraftwerk einging, vom Netz gehen?? Das verstehe wer will. Continue reading „Fessenheim-OUI – aber wie?“