Review »The “e”-Future of Transport Documents: eFreight, Track & Trace«


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Der Workshop »The “e”-Future of Transport Documents: eFreight, Track & Trace« fand gemäß Ankündigung am 21. und 22. Januar 2016 im Rahmen des 17. Swiss Shippers’ Council – Seminars statt. Nachfolgend handelt es sich um eine protokollarische Zusammenfassung beider Veranstaltungstage.

Simultanübersetzung ins Französische war gewährleistet – merci beaucoup!

Introduction

WS3Pg3Die K&S Informatik wurde 1991 in Lörrach ➡ gegründet – bereits damals mit der Prämisse, Digitalisierung in der Logistik, speziell im Bereich der Warenabfertigung, voranzutreiben. So war die K&S zwischenzeitlich die einzige Anbieterin von Softwarelösungen für elektronische Verzollungen DE/CH. Heute, im Jahre 2016, gehören branchenweit bekannte Bestseller wie loggPRO®.atlas bzw. loggPRO®.edec ebenso zu Repertoire der K&S fest dazu, wie andere begleitende Applikationen fürs loggPRO® selbst, von der Lagerverwaltung übers Dokument-Management (DMS) bis hin zum loggPRO®.efreight; zum Letzteren später mehr.

:mrgreen: Frage aus der Runde: transObjects®, loggPRO® was steckt hinter alledem?

💡 Antwort: Hinter beidem steht die K&S und nur die K&S! Sie ist die alleinige Besitzerin sämtlicher Vertriebsrechte und auch die Urheberrechte halten ausschließlich Inhaber der K&S inne.

Dass es mittlerweile zwei Markenzeichen sind, die für die Produkte der K&S stehen, hat indes historische Gründe: transObjects® stand am Anfang der Entwicklung unübersehbar für Software, die etwas mit den drei wichtigsten Verkehrszweigen zu tun hatte. Allerdings mutierte transObjects® im Laufe der Zeit zum Markenzeichen für eine bestimmte IT-Technologie, während loggPRO® mehr und mehr für die hierarchische Spitze aller Logistik-Applikationen stand. Die Ähnlichkeit mit dem “Logging” war zwar seinerzeit nicht beabsichtigt, muss aber heutzutage gar nicht mehr verneint werden; dazu später mehr.

➡ Im Jahre 2006 wurde die K&S Informatik (Schweiz) in Zürich gegründet.
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eFreight- e(e)BOL – Situation

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Was den Hauptgegenstand dieses Workshops anbelangt, nämlich die “e”-Documents in der Logistik, so sind derzeit grundlegende Unterschiede in den Entwicklungsstadien zwischen der See- und der Luftfracht zu konstatieren. Denn während in der Luftfracht beispielsweise das Projekt eFreight (dazu gleich mehr) längst aus den Kinderschuhen raus ist und das Jahr 2016 uns einen entscheidenden Durchbruch in Sachen “e-AWB” bescheren könnte, drehen sich die Schiffsschrauben der Seefracht sehr, sehr langsam. Nicht zuletzt in den Vormittags-Veranstaltungen des vorliegenden SSC-Seminars haben wir ja erlebt, wie unterschiedlich die (IT-) Systeme bei den Seehäfen Marseille, La Spezia, Antwerpen und Hamburg sind, wie grundlegend verschieden z.B. Verkehrsanbindungen, Energieversorgung etc. konzipiert wurden.

Was noch erschwerend hinzukommt, ist, dass bei den klassischen BOL’s (im Gegensatz zu den Express-BOL’s) auch die Banken (wg. der Bürgschaften etc.) beteiligt sind und diese wiederum traditionell auf deren historisch gewachsene, höchst proprietäre Systeme setzen. Genau das dürfte wohl einer der Gründe dafür sein, warum z.B. das Projekt Bolero in den 20 Jahren seiner Existenz nur mäßige Erfolge vorzuweisen hat. Und im Bereich der Express-BOL’s sieht’s auch nicht besser aus – fehlt doch eine mit IATA vergleichbare Dachorganisation, die eine Vielzahl von Reedereien unter einen Hut bekommt. So gesehen, erwarten wir auch beim nächsten Seefrachtseminar keine wesentlich andere Situation gegenüber der heutigen. 😳

efreight – eAWB

WS3Pg89ABei der Luftfracht sieht’s indes ganz anders aus. Denn hier verfolgt die IATA als Dachorganisation klar das Ziel der Digitalisierung und Standardisierung, so dass à la longue die 17 gängigsten Luftfracht-Dokumente papierlos “gehandelt” werden sollen. Was zunächst in Angriff genommen worden ist, ist eben der e-AWB und zwar im Rahmen des Projektes “efreight“.

:mrgreen: Was ist “efreight“?

💡 “efreight” ist ein von der IG Air Cargo konzipiertes und der K&S Informatik (Schweiz) GmbH pilotiertes IT-Projekt, mit dem Ziel, eine Datendrehscheibe zwecks elektronischen (papierlosen) Handlings von logistischen Vorgängen zu schaffen – zunächst eben mit dem Fokus auf die Luftfracht un dort eben auf den “eAWB”; genaueres findet der Leser hier.

Mittlerweile haben sich 14 Airlines an das Projekt angeschlossen und es werden von Woche zu Woche mehr. Was die Schweizer Flughäfen anbelangt, so geht zunächst Genf “online” und zwar bereits Anfang Februar 2016. Der offizielle Start für Zürich ist hingegen 4 Wochen später und zwar am 01. März 2016. Ab da wird auch Zürich offiziell “efreight“-fähig sein.

Die K&S Informatik bietet mit dem loggPRO®.efreight den Zugang zum Verfahren und somit die Möglichkeit eAWB’s machen zu können. Gleichzeitig bekommt der User ein mächtiges Werkzeug an die Hand, in dessen Entwicklung die mikttlerweile 30-jährigen Erfahrungen der K&S aus dem Bereich loggPRO® im Allgemeinen mit hineingeflossen sind.

Im heutigen Workshop können wir mit Live-Daten eines Pilotanwenders von loggPRO®.efreight dienen und zwar handelt es sich um einen bereits real praktizierten Austausch von eAWB’s mit der Swiss World Cargo.

Track & Trace. Datalogger

WS3Pg11Wir haben gesehen, dass die Vorteile von “efreight“, insb. von loggPRO®.efreight, nicht nur in dem papierlosen Dokument-Handling liegen. Vielmehr gehört die genaue Auskunft über den Status einer Sendung zu den angenehmsten Begleiterscheinungen der K&S-Lösung. Diesem “Track & Trace” kann man noch eine Krone draufsetzen, indem man sich der sog. Data-Logger bedient.

Data-Logger (die Ähnlichkeit mit loggPRO® ist nicht unbedingt zufällig) können neben GPS-Koordinaten auch kritische Parameter, wie Temperatur, Stöße, Feuchtigkeit, Lichteinfall, Strahlung etc. überwachen und aufzeichnen, so dass man hinterher den häufig geforderten Nachweis über Einhaltung von bestimmten Grenzwerten während des Transports einer sensiblen Ware erbringen kann. Doch dies war bislang auch schon möglich. Neu an der K&S-Lösung ist die Möglichkeit, noch während des Transports in das Management des Loggers eingreifen zu können und die sensiblen Parameter im Realbetrieb einsehen zu können – bis hin zum Alarm im Falle von Verletzung vordefinierter Grenzwerte.

Genauere Angaben unter:

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Rechts im Bild am Rednerpult: Präsident des SSC, Nationalrat Fabio Regazzi

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